Gefühlswelle: lass dich davontragen ...
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1. Kapitel

Ich sah wie sie ihn die Treppe hinuntertrugen. Er war mit einm weißen Leinentuch bedeckt , was grotesk ausah da Hasan alles andere als ein Unschuldiger war. Weiß war nun einmal die Farbe der Unschuldigen und die Hasan`s Liebelingsdroge Kokain.

Ich stand nur da und rauchte meine Kippe. Niemand aus unserer Gruppe heulte als er für immer ging. Der Tod scheint an diesem Ort fast wie ein besseres Leben. In der alten, heruntergekommenen Berliner 10€ Absteige. Ich wandte mich zum jüngsten Mitglied der Gruppe. Mike war gerade 16 geworden. "Hey Mike hast du noch ne Kippe für mich?" Er hörte mich jedoch nicht da er hinter den beiden Bullen hersah die versuchten die Leiche halbwegs unbeschadet die enge Treppe runterzubringen. Ich wandte mich ab und ging in mein Zimmer zurück. Es roch noch nach Arbeit. Der Schweiß und das After shave meines letzten Kunden hingen noch in der Luft. Das Fenster brachte die gute alte verdreckte Berliner Stadtluft herein. Ich setzte mich auf das uralte Bett und dachte zurück an die Zeit bevor ich hierherkam. Und wie das alles anfing.

 

 Der Ärger begann als ich 10 war. Ich habe meinen leiblichen Vater nie kennengelernt. Und der neue Freund meiner Mutter mochte mich nicht. Wenn er mal nich meine Mutter vergewaltigte schlug er mich grün und blau. Mit 14 hatte ich endgültig genug. Ich hatte im Internet in einem chat einen netten Mann kennengelernt. Er hatt sich all meien Sorgen angehört , er war fast wie ein Cyber-Dad zu mir.

Eines Abends habe ich dann meime wenigen Klamotten in eine Tasche gepackt und hab den nächsten Zug nach München genommen. Er erwartete mich bereits am Bahnhof ,ich erkannte ihn Dank des Fotos das er mir geschickt hatte sofort. "Bist du Herbert ?" fragte ich. Er setzte ein merkwürdiges Grinsen auf und sagte: "Ja der bin ich. Und du bist dann wohl der kleine Mark?"

"Ja!" Darauf lachte er erstmal und sagte wir müssen jetzt aus dem Bahnhof gehen. Er schob mich vor sich her. Ich konnte förmlich die Blicke der Menschen im Rücken spüren. Doch ich war zu jung und zu unerfahren um ihre Blicke zu deuten. Heute weiß ich was sie bedeuten : hinsehen , wundern und dann schnell wegsehen und so tun als hätte man nichts gesehen. Hätte auch nur einer der Menschen am Bahnhof eingegriffen damals, wäre es vielleicht nie soweit gekommen. Ich wäre von der Polizei nach Hause gefahren worden meine Mutter hätte ihn gedrückt und alles wäre vergessen gewesen. Wäre...

Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken. "Hey Mark! Du kriegst gleich wieder Kundschaft, schaff hier drin mal Ordnung!" Verwundetr fragte ich nach:"Hasan ist noch keine 2 stunden tot ..." "Nur weil hier einer draufgeht unterbrechen wir nicht das Tagesgeschäft, wo kämen wir den da hin!"

Bono ging ohne ein weiteres Wort zu verlieren, für ihn war alles gesagt.

Für ihn war nur eine Einnahmequelle abgekratzt. Aber auf den Straßen laufen genug Verzweifelte rum, der findet schon Ersatz. Ich verscheuchte alle Gedanken und richtete das Bett etwas her.

3.9.13 04:37
 
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